Mord verjährt nie….unter dem Motto ehren die Gevelsberger alle 25 Jahren Erzbischof Engelbert I von Köln, und dieses Jahr jährt sich dieses Ereignis zum 800 Mal. Viele Veranstaltungen über das Jahr verteilt wird dann direkt am Todestag, dem 7. November mit einem Mittelaltermarkt an der Stelle des Geschehens „gefeiert“.
Kurze Einführung in die Geschichte:
Am 7. November 1225 wurde Engelbert auf der Rückreise von Soest nach Köln über Schwelm, wo er die Kirche weihen wollte, in einem Hohlweg im heutigen Gevelsberg von einer Gruppe Bewaffneter unter Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg überfallen und erschlagen.
Vorausgegangen war der Ermordung ein Streit mit Friedrich um die Rechte an der Vogtei des Essener Frauenstifts, die wegen ihrer Größe (u. a. 1440 Bauerngüter) sehr ertragreich war. Um kirchliche Rechte geltend zu machen, hatte die Essener Äbtissin eine ältere Urkunde gefälscht. Friedrich fürchtete um seine Einkünfte; ein Einigungsversuch in Soest verlief erfolglos.
Die Geschichtswissenschaft geht heute davon aus, dass Engelberts Tod nicht geplant war, sondern dass er den Gepflogenheiten der Zeit entsprechend entführt und gefangengesetzt werden sollte.
In seiner Vita verarbeitete Caesarius von Heisterbach Augenzeugenberichte der nun, dass bei einer späteren Untersuchung der Leiche 47 Wunden gezählt wurden.
Im Anschluß wurde an der Stelle des Geschehens ein Sühnekloster errichtet. Im Umfeld hatte sich ein Dorf gegründet, was heute als Gründung Gevelsbergs zählt. Engelbert wird in der Stadt sehr verehrt und ist all gegenwärtig. Nach ihm wurden Schulen, Tunnel und mehr benannt, selbstredend das es ein Denkmal gibt.
Wir haben nun die Ehre, an seinem 800. Todestag, eine qualitativen Mittelaltermarkt des 13. Jhd. darzustellen. Auch werden wir mit Hilfe von Laienspielern die Szenerie seiner Ermordung nachstellen.
Der Markt wird Am Alten Markt und Im Stift aufgebaut, dazu werden auch die Teile der Elberfelderstraße für den Verkehr gesperrt, um dort Stände aufzubauen und Programm darzubieten. Vielleicht ist einer der Höhepunkte, das durch Laienschauspieler aus der Mittelalterszene der Überfall und die Ermordung „Nachgestell“ wird. Dies wird 2 mal am Tag stattfinden, genauere Uhrzeiten folgen bald.
Es wird viel für Kinder geboten. Sie sollen nicht nur schauen, sondern können an verschiedenen Ständen sich handwerklich betätigen, so z.B. beim Lederbeutelbasteln, Korbflechten, oder Kerzenfärben. Geschicklichkeit und Glück werden bei Spielen wie Armbrustschießen, Katapultschießen, Drachenbootangeln, dem Glücksrad oder beim Bogenschießen vom ortsansässigen Bogenverein aus Gevelsberg gefragt. Unter fachlicher Anleitung versteht sich. Ein handgetriebenes Karussell und Riesenrad aus Holz wird für die Kleinsten unter uns sicher ein Vergnügen sein.
Vorführende Handerker wie Steinmetz, Lederer, Besenbinder, Salzsieder stehen auch gerne Rede und Antwort über ihr Handwerk und wie schwer und mühsam es damals war, Gebrauchsgegenstände herzustellen, die man heute selbstverständlich im Supermarkt einkauft. Weitgereiste Händler bieten ihre Waren feil und sorgen so für eine Atmosphäre eines mittelalterlichen Marktes. Natürlich darf Speis und Trank nicht fehlen, fernab von Currywurst, Pommes und Cola, werden Speisen und Getränke gereicht, die die Gaumen erfreuen werden. Vom Fleischigen bis zum vegetarischen wird für jeden was dabei sein.
Kulturell werden die Musikgruppen Angerspil und Joyosa mit verschiedenen historischen Instrumente schöne, ruhige aber auch schwungvolle Musik darbieten, die im Mittelalter üblich war. Ein Höhepunkt musikalischer Darbietung ist auch das musizierende Tier „Nashoch Himilsanc“, der mit verschiedenen Tiermasken und dem dazugehörigen Instrument einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Gaukler Hubertus der Fahrende zeigt Jonglage, treibt Schabernack und kann auch mit dem Feuer umgehen.
Die Öffnungszeiten:
Freitag 07.11.2025 von 14:00 bis 22:00 Uhr
Samstag 08.11.2025 von 11:00 bis 22:00 Uhr
Der Eintritt ist frei
Parkplätze befinden sich im Umfeld und sind ausgeschildert.
Hunde sind an der Leine geführt auf dem Markt erlaubt.
Schaukampfwaffen zur Brauchtumspflege sind erlaubt.
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